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DSV Newsletter II 2008

01. DSV startet Klimaschutzoffensive
02. Seenotsignale – Fachkundenachweis wieder möglich
03. Schümann gewinnt WM-Bronze
04. 5000 Euro für Talentförderung
05. Ausbildung für Ausbilder
06. Segellehrer gesucht
07. Jugendspiele 2010 in Singapur
08. Furioses Finale vor Mallorca
09. Tickets für Qingdao
10. Merkel und Tiefensee eröffnen Regatten
11. Deutscher Zusatz zu Regel 86.3 der Wettfahrtregeln
12. Sofortstrafen – Erprobung eines geänderten Anhangs P
13. Informationen zur Olympianominierung
14. Neues Handicap ORC International
15. ORC-Messbriefe – Gruppengrenzen festgelegt
16. Sicherheitstrainings für Seeregatten
17. Seesegeln – Anlage 3 geändert
18. Sportboothafenverordnung wird überarbeitet
19. Steganlagen – Gerichte fahren Ersatzansprüche zurück
20. Ordnungsvorschriften Spezielle Segeldisziplinen geändert
21. Sport als Staatsziel ins Grundgesetz
22. Gratulation zum runden Geburtstag
23. Yardstickzahlen 2008
 
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01. DSV startet Klimaschutzoffensive

Der DSV veranstaltet zusammen mit der Firma ARGE SOLAR vier regionale Kompakt-Seminare zur Förderung des Umweltschutzes. In den Kursen wird gezeigt, wie Vereine mit Hilfe von Solartechnik einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen können. Kompetente Fachreferenten werden aufzeigen, wie die Clubs von der Planung und Finanzierung bis zur Realisierung durch den Einsatz von Kollektortechnik und/oder Photovoltaik das enorme Potential der Sonnenenergie nutzen können. Neben neuesten technischen Erkenntnissen werden die Teilnehmer auch mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten vertraut gemacht, die das Erneuerbare-Energie-Gesetz bietet. Teilnahmeberechtigt sind Umweltbeauftragte und Vorstände von DSV-Vereinen. Pro Person kostet das Seminar 20 Euro inklusive Verpflegung. Die Absolventen erhalten ein Zertifikat. Eigene Reisekosten trägt jeder Teilnehmer selbst. Die Seminare dauern jeweils von 11 bis 15 Uhr. Anmeldung mit Angabe der DSV-Mitgliedsnummer des Vereins, Ort, Termin, Anzahl und Namen der Teilnehmer bitte bei der DSV-Geschäftsstelle, Abt. Umwelt und Recht (Fax: 040-632009-28, E-Mail: recht@dsv.org).

Seminartermine:
12. April 2008 Berlin
26. April 2008 Essen
20. September 2008 Friedrichshafen
26. Oktober 2008 Hamburg

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02. Seenotsignale – Fachkundenachweis wieder möglich

Die Prüfungen zum Erwerb des Fachkundenachweises für Seenotsignalmittel nach dem Sprengstoffrecht werden fortgeführt. Die Prüfung umfasst den Umgang mit Seenotsignalmitteln und die zu beachtenden Vorschriften des Sprengstoffrechts. Detaillierte Informationen zu dem Thema stehen auf der Homepage www.dsv.org im Menü Führerscheine/Funk.

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03. Schümann gewinnt WM-Bronze

Die Berliner Steuerfrau Ulrike Schümann vom Verein Seglerhaus am Wannsee hat die dritte Weltmeisterschafts-Medaille ihrer Karriere gewonnen. Gemeinsam mit ihren Crew-Kameradinnen Ute Hoepfner (Berliner Yacht-Club) und Julia Bleck (Verein Seglerhaus am Wannsee) erkämpfte sich die 35-Jährige vor Miami/USA den dritten Platz in der Yngling. Weltmeisterin wurde Sarah Ayton, die bereits bei den Olympischen Spielen 2004 als Vorschoterin von Shirley Robertson Gold gewonnen hatte.

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04. 5000 Euro für Talentförderung

Noch bis zum 11. April 2008 können Vereine ihre Bewerbung um das "Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein 2008" beim DSV einreichen. Die Dresdner Bank und der Deutsche Olympische Sportbund vergeben erstmalig neben den mit je 5000 Euro dotieren Auszeichnungen auch drei Sonderpreise zum Thema "Anti-Doping". Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet unter www.dasgrueneband.com oder bei der DSV-Geschäftsstelle, Abteilung Jugend.

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05. Ausbildung für Ausbilder

Der DSV veranstaltet in diesem Jahr vier weitere Seminare für Ausbilder in DSV-Vereinen. Die Teilnehmer werden in die Anwendung der neuen DSV-Lehrmittel eingewiesen – für den Sportküstenschifferschein in die interaktive Präsentation (PowerPoint-Grafik) und für die Jüngstenschulung in das Begleitheft "Segeln für Kids" des DSV und die dazugehörigen Materialien. Gleichzeitig werden die Themen Didaktik, Pädagogik, Methodik und Training im Verein behandelt. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 25 begrenzt. Der Kostenbeitrag beträgt pro Person 30 Euro. Evtl. Reise- und Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer selbst. Anmeldungen bitte auf Vereinsbriefbogen mit folgenden Angaben an die DSV-Geschäftsstelle senden: DSV-Mitgliedsnummer, Ort und Termin, Anzahl und Namen der Teilnehmer. Die Kurse dauern jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr.

Seminartermine:
Samstag, 19. April 2008, Essen
Samstag, 26. April 2008, Frankfurt
Samstag, 29. November 2008, Leipzig
Samstag, 11. Oktober 2008, Chiemsee

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06. Segellehrer gesucht

Die Hanseatische Yachtschule Glücksburg sucht Saisonsegellehrer für Mai bis September 2008. Mitzubringen sind sehr gute Segelkenntnisse, mindestens der Sportseeschifferschein (SSS), Erfahrungen im Theorieunterricht für die Sportbootführerscheine Binnen und See sowie für den Sportküstenschifferschein (SKS). Außerdem werden Gleitjollentrainer (Laser 2000) und Opti-Trainer für Juni bis August 2008 gesucht – bei entsprechender Qualifikation können diese Aufgaben auch von Sportstudenten im Rahmen eines Praktikums übernommen werden. Kurzbewerbungen mit seglerischem Steckbrief und Lichtbild bitte an folgende Adresse senden: Hanseatische Yachtschule, Peter Herdan, Philosophenweg 1, 24960 Glücksburg. E-Mail: hys@dhh.de.

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07. Erste Jugendspiele 2010 in Singapur

Die 1. Olympischen Jugendspiele im Sommer 2010 finden in Singapur statt. Der asiatische Stadtstaat setzte sich in der Briefwahl der Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit 53 zu 44 Stimmen gegen Russlands Hauptstadt Moskau durch. Das gab IOC-Präsident Jacques Rogge in einer über das Internet live aus Lausanne übertragenen Botschaft bekannt. Bei den ersten Jugendspielen sollen 3.200 Athleten zwischen 14 und 18 Jahren in jenen 26 Sportarten teilnehmen, die auch auf dem Programm der Sommerspiele von London 2012 stehen.

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08. Furioses Finale vor Mallorca

Die deutschen Olympia-Hoffnungen haben beim Frühjahrsklassiker Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca eine Gold- und zwei Silbermedaillen gewonnen. Steuerfrau Petra Niemann vom Verein Seglerhaus am Wannsee siegte souverän im Laser Radial. Auch die Tornado-Segler Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Norddeutscher Regatta Verein) und die 49er-Crew Jan-Peter und Hannes Peckolt (Yacht-Club Langenargen) zeigten sich jeweils als Zweite in glänzender Form. Die 470er-Seglerinnen Stefanie Rothweiler (Württembergischer Yacht-Club) und Vivien Kussatz (Spandauer Yacht-Club) ersegelten sich trotz Frühstart und Materialschaden einen 11. Platz und damit freie Bahn zur Nominierung für die Olympischen Spiele 2008.

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09. Tickets für Qingdao

Entgegen früherer Meldungen des Beijing Organizing Committee for the Games of the XXIX Olympiad (BOCOG) sind Tickets für die Beobachtung der olympischen Segelwettbewerbe 2008 in Qingdao (China) doch zu erhalten. Details und Modalitäten finden Sie unter http://www.tickets.beijing2008.cn/browse?lang=en-cn.

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10. Merkel und Tiefensee eröffnen Regatten

Angela Merkel wird die Kieler Woche 2008 eröffnen. "Dies zeigt erneut, dass die Kieler Woche zu den Top-Events im weltweiten Sportkalender zählt und große Wertschätzung in der Spitze unserer deutschen Politik genießt", kommentiert DSV-Präsident Rolf Bähr die Zusage. Die Eröffnung der Travemünder Woche 2008 übernimmt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

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11. Deutscher Zusatz zu Regel 86.3 der Wettfahrtregeln

Das DSV-Präsidium ist dem Vorschlag des Wettsegelausschusses gefolgt und hat einen deutschen Zusatz zu Punkt 86.3 der Wettfahrtregeln beschlossen. Diese Ergänzung ermöglicht eine vom DSV zu genehmigende Abweichung von Wettkampfformen auf Antrag eines ausrichtenden Vereins. Mit dem Zusatz, den u. a. auch der US-amerikanische Segler-Verband beschlossen hat, können zum Beispiel Abweichungen wie der "Drei-Längen-Kreis" anstelle des bisher geltenden "Zwei-Längen-Kreises" erprobt werden. Der DSV-Zusatz lautet im Wortlaut: "In Ergänzung zu Punkt 12 der Wettsegelordnung können zur Erprobung neuer Wettkampfformen diese auch für internationale Regatten im Verbandsbereich des DSV genehmigt werden, wenn für jede Regatta vom durchführenden Verein vorher die schriftliche Genehmigung des Deutschen Segler-Verbandes eingeholt wurde und dieses in der Ausschreibung und den Segelanweisungen enthalten ist."

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12. Sofortstrafen – Erprobung eines geänderten Anhangs P

Die International Sailing Federation (ISAF) hat einen Entwurf zum Anhang P "Sofortstrafen bei Regel 42-Verstößen" der WR 2009-2012 veröffentlicht. Die ISAF schlägt vor, diesen Entwurf bei Bedarf bereits 2008 durch Aufnahme in die Segelanweisungen anzuwenden, weil dies auch bei den Olympischen Segelregatten erfolgt. Neben kleinen formalen Unterschieden ist die wichtigste Änderung, dass die 3. Strafe abgemildert wird. Statt der bisher erfolgten "Aufgabe der gesamten Wettfahrtserie" ist es jetzt nur noch eine "Aufgabe in der betroffenen Wettfahrt, die nicht gestrichen werden darf" vorgesehen. Der DSV schließt sich der Empfehlung der ISAF an, den gesamten modifizierten Anhang P oder auch nur eine entsprechende Änderung der Regel P 2.3 der WR in die Segelanweisung aufzunehmen. Dieser Satz könnte wie folgt lauten: "Es gilt WR-Anhang P mit folgender Änderung: Statt 'P2.3' gilt 'P2.3 Dritte und weitere Strafen': Wird ein Boot ein drittes oder weiteres Mal während einer Regatta bestraft, so muss es die Wettfahrt unverzüglich aufgeben. Wenn es das tut, besteht die Bestrafung darin, dass es ohne Verhandlung disqualifiziert wird und die Wertung nicht gestrichen wird. Tut es das nicht, dann wird es ohne Verhandlung für alle Wettfahrten der Regatta disqualifiziert, es darf keine Wettfahrt gestrichen werden und das Schiedsgericht zieht die Ansetzung einer Verhandlung nach Regel 69.1(a) in Betracht." Eine Übersetzung der von der ISAF vorgeschlagenen Segelanweisung steht unter www.dsv.org im Menü Regatta/Olympia, Regeln.

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13. Informationen zur Olympianominierung

Wegen zahlreicher Anfragen zum Nominierungsverfahren zu den Olympischen Spielen 2008 werden diese hier noch einmal erläutert: Es ist möglicherweise irritierend, dass kleine Nationen einen so genannten Nationenstartplatz in einer Segeldisziplin erhalten und stolz sind, diesen Platz auch zu besetzen, während ein bei der Weltmeisterschaft deutlich besser platzierter deutscher Segler nicht nominiert wird. So funktioniert das deutsche Nominierungsverfahren:
1. Die Nominierung erfolgt durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), nicht durch den Deutschen Segler-Verband. Er hat ein Vorschlagsrecht.
2. Die Erfüllung der ISAF-Kriterien für einen so genannten Nationenstartplatz reichen für einen Vorschlag an den DOSB nicht aus.
3. Der DOSB hat für alle Sportarten Leistungskriterien vorgegeben, die unter dem Aspekt der so genannten "Finalteilnahmechance" erstellt wurden. Aus der Erkenntnis der Olympischen Segelwettbewerbe 2004 hat der DOSB festgelegt, dass Seglerinnen/Segler zweimal in einem bestimmten Zeitrahmen diese Kriterien erfüllen müssen, um nominiert werden zu können. Der DSV wurde bei der Festlegung der zu bewertenden Regatten einbezogen.
4. Der Deutsche Segler-Verband hatte das Recht, eine Regatta als Ausscheidung festzulegen, wenn mehr als ein Boot in einer Klasse die Bedingungen des DOSB erfüllt haben. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt in einer Klasse (Tornado) erforderlich.
5. Allen Sportlern wurden die Grundsätze des Nominierungsverfahrens bereits im Jahr 2005 mitgeteilt. Kleine Anpassungen auf Grund von vorher nicht abzusehenden Terminüberschneidungen waren unvermeidbar.

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14. Neues Handicap ORC International

Die neue Handicap-Formel "ORC International" findet seit ihrer Vorstellung großes Interesse. Mit der Neuprogrammierung von ORC International, das als Geschwindigkeitsprognoseprogramm das bisherige IMS ablöst, ist dem Offshore Racing Congress ein Quantensprung gelungen. Moderne, relativ leichte und zugleich stabile Schiffe werden nun weitaus fairer bewertet als bisher. Basierend auf den Messdaten aus einer IMS-Vermessung werden mit ORC International alle geschwindigkeitsrelevanten Daten einer Yacht in ihrem Handicap berücksichtigt. Es sind keine empirischen, nicht nachvollziehbaren Faktoren enthalten. Zusammen mit der einfacheren Variante ORC Club bedient dieses System einen Großteil der modernen Schiffstypen und erlaubt vielfältige Anwendungen bei Seeregatten. Weitere Infos: www.dsv.org im Menü Bootsdokumente/Vermessung oder unter www.orc.org.

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15. ORC-Messbriefe – Gruppengrenzen festgelegt

Die Gruppengrenzen für Regatten mit den Handicaps ORC International und ORC Club wurden für 2008 wie folgt festgelegt:
ORC 1: bis 612
ORC 2: 612,1 bis 655
ORC 3: 655,1 bis 695
ORC 4: ab 695,1

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16. Sicherheitstrainings für Seeregatten

Der Deutsche Segler-Verband hat eine Liste aller Überlebenstrainings zusammengestellt, die den Anforderungen der ISAF (International Sailing Federation) für Seeregatten der Kategorie 0, 1 oder 2 der Offshore Special Regulations entsprechen und die vom DSV zertifiziert wurden. Die Liste enthält alle aktuellen Termine und Veranstalter in Deutschland. Sie steht als Pdf-Dokument auf der Homepage www.dsv.org im Menü Bootsdokumente/Vermessung.

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17. Seesegeln – Anlage 3 geändert

Der Deutsche Segler-Verband hat die Anlage 3 der Meisterschaftsordnung geändert. Damit können künftig auch seegehende One-Design-Klassen bei einer Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln als eigene Gruppe gewertet werden. Der exakte Wortlaut der Anlage 3 steht im Web unter www.dsv.org im Menü Regatta/Olympia.

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18. Sportboothafenverordnung wird überarbeitet

Die im Jahr 2005 novellierte Sportboothafenverordnung Schleswig-Holstein soll noch in diesem Jahr überarbeitet werden. Ziel ist, die EU-Richtlinie über Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsmüll und die HELCOM-Empfehlungen zur Abwasserentsorgung auf Sportbooten für ehrenamtlich geführte Sportboothäfen praxistauglich umzusetzen. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches am 12. März zwischen dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Dietrich Austermann und Vertretern der Wassersport- und Wassersportwirtschaftsverbände. Der Wassersport hatte an der derzeitigen Sportboothafenverordnung immer wieder kritisiert, dass durch die Eins-zu-eins-Übernahme von Pflichten aus dem Hafenbetrieb der gewerblichen Großschifffahrt auf Sportboothäfen enormer bürokratischer Aufwand und unverhältnismäßig hohe Mehrkosten für Sportboothafenträger entstehen. Der DSV hatte deshalb ein von allen betroffenen Verbänden unterstütztes Normenkontrollverfahren gegen die betreffenden Teile der Verordnung initiiert und unterstützt, das seit Mitte 2006 beim Oberverwaltungsgericht Schleswig anhängig ist. Nachdem am 1. Januar 2008 die Zuständigkeit für Sportboothäfen vom Umweltministerium auf das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium übergegangen war, griff Minister Austermann einen erneuten Gesprächswunsch des DSV auf. Vertreter des Wassersports erläuterten dem Minister die Vereinfachungsvorschläge der Verbände. Sie sehen eine deutliche Vereinfachung der zu erstellenden "Abfallbewirtschaftungspläne", eine Reduzierung der Ausstattungspflicht mit Feuerlöschern nach Maßgabe der örtlichen Gegebenheiten und der tatsächlichen Gefährdungslage sowie eine Anpassung der Ausstattungspflicht mit Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsmüll an den tatsächlichen Bedarf vor. Der Minister sagte der Sportschifffahrt eine zügige Prüfung der Vorschläge durch sein Ministerium vor dem Hintergrund der europarechtlichen Vorgaben zu.

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19. Steganlagen – Gerichte fahren Ersatzansprüche zurück

Fischereiberechtigte können nur dann Entschädigungszahlungen für die durch Steganlagen verursachten Einschränkungen ihrer Fischfangmöglichkeiten verlangen, wenn diese Einschränkungen "wesentlich" sind. Das hat der Bundesgerichtshof gegen Urteile des Landgerichts Potsdam entschieden, die zunächst zulasten in Anspruch genommener Wassersportvereine ergangen waren. Damit wurden pauschale Entschädigungsforderungen gegenüber Segelvereinen für das bloße Vorhandensein ihrer Stege zurückgewiesen. Das Landgericht Potsdam hat in den vom BGH zurückverwiesenen Fällen entschieden, dass noch keine "wesentliche Beeinträchtigung" erreicht ist, wenn durch Steganlagen oder andere Uferbebauungen nur rund 16 Prozent der möglichen ufernahen Reusenstellplätze im gesamten Fischereirevier wegfallen. Fischereigenossenschaften und einzelne Fischereiberechtigte hatten in zahlreichen Fällen pauschale Entschädigungszahlungen für angebliche Beeinträchtigungen ihres Fischereirechts in Höhe von 0,51 bis 0,53 Euro pro Jahr je Quadratmeter Steganlage von den Stegeigentümern bzw. den Pächtern verlangt. Der DSV hat die Chronologie der Rechtsprechung und eine Argumentationshilfe für betroffene Vereine zusammengestellt. Die Unterlagen können bei der DSV-Geschäftsstelle angefordert werden.

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20. Ordnungsvorschriften Spezielle Segeldisziplinen geändert

Das DSV-Präsidium hat mit Zustimmung des Seglerrates beschlossen, die Ordnungsvorschriften Spezielle Segeldisziplinen neu zu fassen. Sie enthalten die Surf-Wettsegel-, Surf-Ranglisten-, Surf-Meisterschafts-, Surf-Bundesliga- und Surf-Bundesligagebühren-Ordnung sowie die Windsurf-Meisterschaftsordnung Olympisches Format, die Anerkennungsordnung für Surfklassen und Klassenvereinigungen, die Ordnungsvorschrift Modellsegeln und die Durchführungsvorschrift für Dopingkontrollen. Text siehe www.dsv.org, Windsurfen/Spezielles.

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21. Sport als Staatsziel ins Grundgesetz

Seit seiner Gründung am 20. Mai 2006 kämpft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) dafür, dass der Sport als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen wird. Nun hat die Diskussion eine neue Dimension erreicht. Der Präsident des Bundesrechnungshofes hat in seinem Gutachten zur "Modernisierung der Verwaltungsbeziehungen von Bund und Ländern" festgestellt, dass die gegenwärtige Förderung des Bundes keine rechtliche Grundlage besitzt. Wörtlich heißt es darin: "Der Bundesbeauftragte hält es für geboten, dass sich der Bund auf seine verfassungsrechtlichen Kompetenzen zurückzieht. Soll der Bund mit der Förderung von Kunst, Kultur, Sport ausnahmsweise weitere gesamtstaatliche Aufgaben außerhalb der Hauptstadt wahrnehmen, so sollte dies im Grundgesetz (…) klargestellt werden." Weitere Infos: www.dsv.org.

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22. Gratulation zum runden Geburtstag

80 Jahre: Peter Tamm (geb. 12.05.1928), Gründer des Instituts für Schifffahrts- und Marinegeschichte in Hamburg

80 Jahre: Hans-Georg Will (geb. 10.06.1928), ehemaliges Seglerratsmitglied, Düsseldorfer Yacht-Club, Club der Kreuzer-Abteilung

70 Jahre: Gunter Persiehl (geb. 05.07.1938), ehemaliger DSV-Vizepräsident für Leistungs- und Wettsegeln, ehemaliger Vorsitzender des Olympia-Segelausschusses, Norddeutscher Regatta Verein

60 Jahre: Axel Güpner (geb. 14.06.1948), ehemaliger Vorsitzender des Olympia-Segelausschusses, ehemaliger Vorsitzender des DSV-Ausschusses Klassenvereinigungen, Seebrucker Regatta Verein

60 Jahre: Siegfried Merk (geb. 26.06.1948), Mitglied im Seglerrat, Diessner Segelclub

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23. Yardstickzahlen 2008

Die aktuellen Yardstickzahlen für die Saison 2008 sind im Web auf den Seiten www.dsv.org und www.kreuzer-abteilung.org veröffentlicht.

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